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Freitag, 24. Juli 2026 Mit PluSport am Neuenburgersee

Ende Juli fand am Neuenburgersee wieder das PluSport-Segellager statt. Ausgangspunkt war der Hafen Port Nid-du-Crô, gleich neben dem Fussballstadion von Neuchâtel Xamax. Mit acht Hansas und zwei Motorbooten war alles bereit für eine Woche auf dem Wasser.

Es wurde eine Woche ganz im Zeichen des Windes. Der Neuenburgersee gilt als eines der spannendsten Segelreviere der Schweiz und zeigte gleich, warum. Meistens sorgte die Bise für Fahrt in den Segeln. Der trockene Nordostwind wird zwischen Jura und Alpen durchs Mittelland gepresst und weht auf dem langgezogenen See wie durch einen Trichter. Wenn die Bise einmal Pause machte, sprang oft der Joran ein, die lokale Berühmtheit am See. Er entsteht, wenn kühle Luft von Nordwesten über den Jurakamm strömt und an dessen Flanken zum Wasser hinabfällt, meist am späten Nachmittag. Für Segelnde ist er ein kleines Geschenk, der er bringt genau dann Wind, wenn andere Reviere längst in der Flaute liegen.

Vor dem Ablegen gab es immer wieder kurze Theorieeinheiten, in denen alle etwas über Wind, Segelstellung und die Vortrittsregeln lernten. So ging es gut vorbereitet aufs Wasser.

Ein besonderes Erlebnis war das Nachtsegeln am Mittwoch. Bei böigen drei bis vier Beaufort glitten die Boote über den dunkler werdenden See, während sich am Horizont die Silhouette des Mont Blanc abzeichnete. Ein Anblick, den so schnell niemand vergisst.

Das Lager ist zweisprachig, Deutsch und Französisch treffen hier aufeinander. Auf dem Wasser spielt das keine grosse Rolle. Verständigt wird sich mit Händen und Füssen, viel Lachen und dem gemeinsamen Blick zur nächsten Boje. Am Ende sprechen alle dieselbe Sprache.

Am Donnerstagnachmittag liess uns der Wind dann doch einmal im Stich. Nach einigen intensiven Tagen kam die Ruhe aber gerade recht. Wer wollte, entspannte sich, alle anderen liessen sich zu einer Glaceausfahrt mit dem Motorboot überreden, was bei der Hitze niemand lange überlegen musste. Der Donnerstagabend ist traditionell der Höhepunkt der Woche und eigentlich dem Grillen gewidmet. Wegen der anhaltenden Trockenheit galt jedoch ein Feuerverbot, und so gab es wie an den übrigen Tagen das Abendessen aus der Unterkunftsküche. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Zum Abschluss folgte die Preisverleihung, bei der jede und jeder etwas abstaubte.

Am Freitagmittag hiess es Abschied nehmen. Nach einer Woche voller Wind, Wasser und schöner Momente fiel das nicht allen leicht. Eines aber war klar: Nächstes Jahr sind alle wieder mit dabei.




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