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… so lautete das Versprechen, mit dem wir am Sonntag Richtung Bayern aufgebrochen sind. Eingelöst wurde es dann etwas anders als geplant, aber deswegen nicht weniger schön. Sechs Segelboote vom Typ Hansa 303, acht Teilnehmende, sechs Helferinnen und Helfer, jede Menge Essen und Vorfreude – so sind wir am Sonntagmittag vollgepackt in Arbon aufgebrochen. Christian hatte tags zuvor bereits ein Motorboot an den See transportiert, ein zweites mieteten wir vor Ort, um unsere Flotte zu vervollständigen.
Nach kurzer Fahrt bezogen wir unser Quartier in der wunderschönen Reitanlage Mischenried in Wessling. Am Montag wurden die Boote in der Marina Bernried eingewassert. Das Motorboot kam per Kran ins Wasser, die Hansas mit menschlicher Ausdauer - ein Spektakel für die Zuschauer. Belohnt wurde die Arbeit vorerst allerdings nicht, denn kaum waren die Boote auslaufbereit, zog ein Sturm auf und wir traten den Rückweg zur Unterkunft an.
Danach meinte es das Wetter gut mit uns, vielleicht ein wenig zu gut. Sonne und sehr warme Temperaturen begleiteten uns fast durchgehend, der ersehnte Wind hingegen hielt sich zurück. Natürlich sind wir dennoch hinausgefahren und übten uns in Geduld. Wenn die Flaute zu lange dauerte, wurden die Hansas am Motorboot festgemacht und abgeschleppt. So erreichten wir am Dienstag auch Starnberg, wo wir beim Münchener Ruder- und Segelverein (MRSV) unseren zweiten Hafen anliefen. Das Highlight des Mittwochs sollte ein gemeinsames Barbecue werden – doch auch da machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Kaum setzten sich die ersten hin, fing es an zu regnen. Als es am Donnerstag erneut eine Sturmwarnung gab, verbrachten wir den Nachmittag statt auf dem See im Buchheim Museum der Phantasie in Bernried und fanden dort ausgerechnet ein Werk mit dem Titel «Offenes Versprechen». Treffender hätte man unsere Woche kaum zusammenfassen können.
Als krönenden Abschluss gab es dann aber am Freitagmorgen noch einmal tolles Segelwetter, mit Wind und Sonne.
Eine wichtige Randnotiz gebührt dem Essen. Für das leibliche Wohl sorgte Doris, die uns spontan als Köchin begleitet hat. Wir sind sehr froh darüber. Wer nach einem langen Tag am und auf dem Wasser an einen gedeckten Tisch kommt, weiss, was das wert ist. Die gemeinsamen Mahlzeiten wurden schnell zum eigentlichen Taktgeber des Tages. Es wurde viel geredet, gelacht und die gemeinsame Zeit genossen.
Ausgewassert haben wir am Samstag beim MRSV Starnberg, wo uns dieselbe Hilfsbereitschaft entgegenkam wie zu Wochenbeginn in Bernried. Dafür möchten wir beiden Hafenteams und ebenso unseren Gastgebern auf der Reitanlage Mischenried von Herzen danken. Ihr habt uns ungemein unterstützt und ohne zu zögern geholfen, wo ihr konntet. Das rechnen wir euch hoch an und hoffen, daraus eine langfristige Verbindung aufzubauen. Gerne kommen wir zurück an den Starnberger See, noch lieber aber begrüssen wir euch bei uns in Arbon am Bodensee.
Zurück bleibt eine Woche mit viel Lachen, guter Stimmung und einer Gruppe, die auch bei Flaute bestens miteinander auskam. Gesegelt wurde weniger als erhofft, eine intensive Erfahrung war es trotzdem.



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